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Übergabe der Gesellenbriefe an die MaßschneiderInnen an der Max-Eyth-Schule Alsfeld

Stolz auf ihre Leistung: Die Gesellinnen und Gesellen des Maßschneiderhandwerks mit ihrer Klassenlehrerin. V. l. n. r.: Lehrerin Maike Aschenbach, Madita Merz, Sabrina Heller, Magdalena Noll, Sofia Thiemann, Caroline Heydenbluth, Richard Leuz (© Hanisch)

Mit neuen (Schnitt)Mustern in die Zukunft: Absolventen der Max-Eyth-Schule erhalten Gesellenbriefe im Schneiderhandwerk

Mit strahlenden Augen nahmen die sieben Auszubildenden ihre Gesellenbriefe im Rahmen der Abschlussfeier von Klassenlehrerin Maike Aschenbach und Abteilungsleiter Stephan Hanisch entgegen. Trotz widriger Umstände durch die Corona-Pandemie schloss der Jahrgang durchweg mit guten Ergebnissen die Ausbildung ab. Drei Auszubildende durften sich sogar über eine 1 vor dem Komma freuen.
In seiner Ansprache erinnerte Abteilungsleiter Hanisch an die Herausforderungen, aber auch an die Highlights der dreijährigen Ausbildung. Leider konnten nur drei Auszubildende vor dem Eintritt der europaweiten Reisebeschränkungen ihr Auslandspraktikum in England absolvieren. Die geplanten Arbeitseinsätze in Italien und Finnland mussten ausfallen. Im Rahmen des Erasmus+ Projekts "Future Trends in Clothing" konnten die Auszubildenden anfangs an Arbeitstreffen in Wien und Griechenland teilnehmen. Danach waren sie gezwungen, das Projekt mit ihren Teammitgliedern aus Österreich, Griechenland und Spanien online fertigzustellen. Dies gelang so gut, dass das Projekt auch in der internationalen Fachpresse auf großes Interesse stieß. Für Hanisch ein Beispiel dafür, wie die Auszubildenden auftretende Schwierigkeiten als Herausforderung annahmen und gemeinsam mit viel Engagement und Freude bewältigten. Auch die ausgefallene Modenschau sorgte nur kurz für Enttäuschung. Schnell war die Idee eines Modenschau-Films geboren. Dieser wurde so professionell geplant und umgesetzt, dass die beteiligte Zweikopf-Agentur aus Lauterbach noch immer begeistert über die Zusammenarbeit ist. 
Diese Zielstrebigkeit griff auch Ute Groß, Theorielehrerin der Klasse, in ihrer Rede auf. Sie nahm Bezug auf den Film Forrest Gump. Auch dieser habe sich von seinen Zielen nie ablenken lassen. Für ihren weiteren Lebensweg bekamen die jungen Absolventinnen und Absolventen von den Lehrerinnen und Lehrern einen Rucksack mit symbolischen Gegenständen wie einem Herz, einer Blume, einen Kompass oder einer Landkarte gepackt. Damit verbunden waren die Wünsche, immer den richtigen Weg einzuschlagen, nicht die Orientierung zu verlieren und im Leben möglichst viel Liebe zu erfahren. 
Für das Lehrjahr danke die Auszubildende Madita Merz für die außerordentliche Unterstützung aller Lehrerinnen und Lehrer. Trotz Lockdown und Distanzunterricht fühlten sich alle Gesellinnen gut gerüstet für die berufliche Zukunft. Dank des überregional guten Rufs der Maßschneider:innenausbildung an der Max-Eyth-Schule stehen den frischgebackenen Gesellinnen und Gesellen nun viele Optionen offen, sei es zum Beispiel ein Studium im Bereich Mode / Design oder die Arbeit in einer der großen Mode-Ateliers oder Schauspielhäuser. Für die Ausbilderinnen der Max-Eyth-Schule geht es nach der Verabschiedung des Lehrjahrs direkt mit der Planung des kommenden Ausbildungsjahrs weiter. Hierfür sind aktuell noch Ausbildungsplätze frei. 

 

Text: Antje Schwarzmeier, Bild: Hanisch