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2012

Freispruch, euer Ehren!

„Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil…“ – diesen Satz kennen einige nur aus Gerichtsshows wie „Richterin Barbara Salesch“. Doch wie läuft eine Gerichtsverhandlung in Wirklichkeit ab?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, besuchten SchülerInnen der Max-Eyth-Schule vergangene Woche das Landgericht in Gießen. Zum Tag der offenen Tür der hessischen Justiz bekamen die Fachoberschüler die Chance, einen fiktiven Prozess selbst durchzuspielen.
PD Dr. Gödicke, Richter am Landgericht Gießen, hatte den beiden Klassen zuvor einen Besuch in Alsfeld abgestattet, um sie auf diesen Tag vorzubereiten. Nun war die Gruppe gut über den Ablauf einer Gerichtsverhandlung informiert und konnte sich auf das geplante Rollenspiel einstimmen.                                                                                                                       Dieses fand schließlich in einem Gerichtssaal des Landgerichtes statt. 11 SchülerInnen schlüpften dabei in die Rolle von Richtern, Beisitzern, Zeugen und natürlich auch Kläger und Beklagtem. Der Fall, den es zu lösen galt, handelte von dem Zusammenstoß eines Skifahrers mit einer Schneeraupe.
Den Mitschülern und Lehrern im Publikum bot sich ein spannendes Schauspiel, da sich die Protagonisten intensiv in ihre Rollen hineinversetzten. Angelehnt an einen realen Prozess verkündete der „Richter“ im Anschluss das Urteil. Es war nicht für alle im Saal vorhersehbar, dass der Beklagte für unschuldig erklärt wurde. Demnach mussten die 12.-Klässler feststellen, dass es doch nicht immer leicht ist, ein gerechtes Urteil zu finden.
Sowohl Richter Gödicke, als auch die Lehrkräfte, Stefanie Rauthe und Thomas Caspar, stimmten überein, dass es ein gelungenes Rollenspiel war. Später machte die Gruppe einen kurzen Rundgang im Landgericht und besichtigte eine Zelle und verschiedene Sitzungssäle. Schließlich traten die Fachoberschüler aus den Schwerpunkten Gesundheit und Sozialwesen mit vielen positiven Eindrücken im Gepäck wieder den Heimweg an.