(Hünfeld). Zur Vertiefung des Technologieunterrichts hat der Datenverarbeitungsleistungskurs der Max-Eyth-Schule den Lernort in das Konrad Zuse Museum nach Hünfeld verlegt. Dort konnten die Schülerinnen und Schüler bei einer Museumsführung mit Dr. Wilhelm Mons die Entwicklung der ersten Rechenanlagen durch Konrad Zuse nachvollziehen. Neben den Modellen, die den legendären noch mechanisch arbeitenden Z1 nachbilden, war für die mit Computer und Internet aufgewachsenen Jugendlichen bemerkenswert, dass die von Computer-Pionier Zuse entwickelten Rechnerarchitekturen wie Akkumulator und Steuerwerk auch heute noch immer in jedem Mikroprozessor vorhanden sind.
Wichtige Entwicklungen, die unsere heutige Technik wesentlich beeinflusst haben, hat Zuse bereits 1941 angestoßen. Über die Z3, den ersten frei programmierbaren Computer, der die Funktionsprinzipien der mechanischen Z1 in Relaistechnik umsetzte, ging die Entwicklung ´hin bis zu den digitalen Röhrenrechnern Z22 und Z23.
Massenspeicher sind hier noch direkt in Form von Ferritkernen zu sehen, der Systemtakt erfolgt durch einen von einer Drehspule erzeugten Rechteckimpuls.
Vor allen die Rechenprozesse, die heute in jeder Rechnerarchitektur stecken, sind eine Erfindung die von Zuse entwickelt wurde und. Die Zahlenspeicherung erfolgt auch heute noch in dem von Zuse verwendete Gleitkomma-Binärformat.
Vor allen beeindruckte die Schüler eine Simulationsanlage, bei der alle Rechenschritte noch einzeln nachzuvollziehen sind.