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2011

Junglandwirte erprobten sich als „Energiewirte“

Das Bild zeigt die Schüler mit ihren Lehrkräften bei der Scheckübergabe durch Herrn Horst Bierwirth, Prokurist bei der Raiffeisen Waren GmbH & Co. Betriebs KG Alsfeld-Kirchhain.

Raiffeisen prämiert Schülerprojekte an der Max-Eyth-Schule Alsfeld mit 700 €

Fossile Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle sind endlich und in absehbarer Zeit verbraucht. Die Reaktorkatastrophe in Japan macht deutlich, dass die Kernenergie doch mit größeren Risiken verbunden ist als man glaubte. Darüber hinaus sind sichere Endlagerstätten für den radioaktiven Atommüll noch nicht gefunden. Daher wird immer deutlicher, dass die Energieversorgung der Zukunft nun rasch in Richtung regenerativer Energien gehen muss, die nachhaltig, sozial verträglich und umweltgerecht erzeugt werden sollten. Auch Energieeinsparungen durch effizientere Nutzung der eingesetzten Energie werden nötig sein, um die notwendige Energiewende zu meistern.

Diesem aktuellen Trend folgend hat der Initiativkreis Raiffeisen Energie bereits zum zweiten Mal den Jugendwettbewerb „Raiffeisen Energie-Cup“ ausgeschrieben, an dem sich auch in diesem Jahr die Max-Eyth-Schule Alsfeld mit dem 3. Lehrjahr der landwirtschaftlichen Berufsschule beteiligte. In dieser Schulform wird seit einigen Jahren der Wahlpflicht-Kurs „Erneuerbare Energien und Nachwachsende Rohstoffe“ angeboten, der inhaltlich sehr gut zur Ausschreibung des Wettbewerbs passt. Daher beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler mit den betreuenden Lehrkräften E.-L. Moderer, F. Walther und Dr. B. Geiß am Energie-Cup. In verschiedenen Projektgruppen wurden Vorschläge erarbeitet, wie man als Landwirt zur Erzeugung erneuerbarer Energien und zur Energieeinsparung beitragen kann.

In einer kleinen Feierstunde wurden nun die besten Schülerbeiträge durch Herrn Horst Bierwirth, Prokurist bei der Raiffeisen Waren GmbH & Co. Betriebs KG Alsfeld-Kirchhain, prämiert. Den ersten Preis belegten Thomas Engelbach (Münchhausen-Wollmar), Sebastian March (Heuchelheim) und Christian Weber (Schlitz-Queck) mit einer Arbeit über Gärsubstrate in Biogasanlagen. Hier dominiert seit einiger Zeit der Silomais, was zu verschiedenen Problemen (einseitige Gestaltung von Fruchtfolgen, steigende Pachtpreise) geführt hat. Deswegen beschäftigten sich die Schüler damit, welche anderen Kulturpflanzen ebenfalls wirtschaftlich sinnvoll vergärt werden könnten. In den anderen prämierten Projektarbeiten ging es um die Holzhackschnitzelgewinnung durch sog. Kurzumtriebsplantagen (Sonja Becker, Steffen Theiß, Stefan Kneußel), die Erstellung eines Nahwärmenetzes mit der Abwärme einer Biogasanlage (Hans-Joachim Krug, Steve Marten, Simon Thiel) sowie das Heizen von Ferkel-Flatdecks mit Abfällen aus der Getreidereinigung (Henning Eckstein, Kevin Weiß, Michael Engelhardt).

Herr Bierwirth lobte das Engagement der Schüler für das wichtige Zukunftsthema Energie und hob die gute Kooperation mit der Max-Eyth-Schule hervor.

06. Mai 2011 Text und Bild Dr. Berhard Geiß