In totaler Finsternis gingen die Studierenden mit einem Blindenstock ausgerüstet durch das Museum und orientierten sich an den Anweisungen der Museumsführeren. Sie erlebten die Atmosphäre im Wald beim Gehen über Waldboden oder beim Erspüren eines Wasserfalls. Sie überquerten eine schaukelnde Hängebrücke und ertasteten verschiedene Pflanzen und Bäume. Weitere spannende Erfahrungen machten die Studierenden beim Gang durch eine simulierte Stadt. Wie komme ich über eine befahrene Straße, wie deute ich die Geräusche der Ampel, wie bekomme ich Geld aus dem Geldautomaten, und wie komme ich zu einer Fahrkarte am Automaten? Wie finde ich an der Haustür die richtige Klingel? Solche und weitere Fragen stellten sich automatisch bei den Studierenden während des Erlebnisparcours ein. Am Ende der Führung bestellten die Studierenden sich im Dunkelcafé ein Getränk an der Bar und versuchten ohne Zwischenfälle sich an einen Tisch im Café zu setzen. Hier beantwortete die Museumsführerin, die selbst erblindet ist und die Gruppe sicher durch das Museum geleitet hat, die Fragen der Studierenden. Diese nehmen tiefe Eindrücke in ihr weiteres berufliches Leben mit und können sich nun besser in die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen, sei es Blindheit oder seien es erhebliche Sehstörungen, einfühlen. Diese und ähnliche Exkursionen in berufsbezogene Einrichtungen sind Teil des Lehrplans an der Fachschule für Sozialwirtschaft, Fachrichtung Heilerziehungspflege.
Der nächste Ausbildungsgang zum/zur Staatlich geprüften Heilerziehungspfleger/In startet am 10. August 2011. Interessenten wenden sich bitte an Fachschule Sozialwirtschaft Dr. Eva Höll-Stüber