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2010

Omnibus für direkte Demokratie an der Max-Eyth Schule

rechts die Referenten, Herr Küppers u. Frau Socher, SchülerInnen der Fachoberschule, die Schulleiterin, Frau Galetzka (1. Reihe 2. von links) u. der Politiklehrer, Herr Stock.

Auf ihrer mittlerweile 10 jährigen Tour durch die Bundesrepublik Deutschland machte die gemeinnützige Initiative Omnibus (omnibus vom lat. = für alle; durch alle; mit allen), an der Max-Eyth Schule einen Tag Station, nachdem sie das letzte Mal mit ihrem Berliner Stadtbus auf dem Alsfelder Marktplatz waren.

Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten der direkten Demokratie wie z. B. mehr Bürgerentscheide zu verbreiten.
Eingeladen wurde die Initiative von den Politiklehrkräfte Michael Koch und Klaus Stock. Die Referenten waren u. a. Werner Küppers, der den Bus schon seit 10 Jahren begleitet und Matthias Schenk, den Gründer und Leiter des „Schloß Freudenberg“ (Erfahrungswelt der Sinne) in Wiesbaden.
Mit diesen Experten für direkte Demokratie beleuchteten die Schüler der Fachoberschule des Jahrgangs 12 neben der Möglichkeit des Wahlgangs auch das in der Verfassung festgelegte Recht auf Abstimmung.

Nachdem den Schülern der geplante Ablauf einer Volksabstimmung erklärt wurde, sammelten die Schüler entsprechende Themen. Per Abstimmung wurde dann ein Thema ausgewählt und dazu ein möglicher Gesetzesentwurf besprochen. Anschließend erarbeiteten  die Schüler und Schülerinnen in Kleingruppen Pro und Contra Argumente für das Thema, um diese dann in einer Podiumsdiskussion gegenüberzustellen. Nachdem die Sprecher beider Gruppen ihre Inhalte nochmals vorstellten, erfolgte eine weitere Abstimmung der Stimmberechtigten. Innerhalb dieses zweiten Wahlganges klärten sich  dann die Mehrheitsverhältnisse über die Gesetzesvorlage.

In den dabei entstehenden Diskussionen (z. B. über eine Fahrtüchtigkeitsüberprüfung für Verkehrsteilnehmer ab 67 Jahren) wurde sehr schnell deutlich, dass man in einer solchen Abstimmung aufgrund der Wichtigkeit der Themen und der oft persönlichen Betroffenheit sehr schnell zum Experten wird.
Schließlich wurde in den Unterrichtssequenzen auch noch aufgezeigt, dass durch häufigeres Abstimmen die Eigenverantwortlichkeit der Beteiligten zum mündigen Bürger gefördert wird.

Die Schüler sprachen sich weitestgehend für eine Wiederholung des Projektes aus, da insbesondere das Expertenwissen und die lebendige Vorgehensweise von Herrn Schenk den Unterricht sehr belebt.

05.05.2010 Klaus Stock