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2010

Lebendige Projektarbeit zwischen Partnerstädten

Fachoberschüler der Max-Eyth-Schule Alsfeld besuchten die slowakische Partnerstadt Spišská Nová Ves

Spišská Nová Ves ist bereits seit 1992 die Partnerstadt von Alsfeld und zum wiederholten Mal konnte nun ein projektbezogener Schüleraustausch im Rahmen eines Europaschulprojekts realisiert werden. Eines der derzeitigen europäischen Projekte war der Austausch der Techniker der Fachoberschule im Juni: Für eine Woche besuchten die deutschen Schüler die Partnerstadt in der Slowakei und brachten im Anschluss die neugewonnenen Freunde mit nach Deutschland.

Während des Austausches stand die Arbeit an dem Europaprojekt mit dem Thema „Leben und Arbeiten Junger Europäer“ im Vordergrund, das von den deutschen und slowakischen Schülern im Team ausgearbeitet wurde. Die einzelnen Themenbereiche wie Ausflugsziele und Kultur, Schule und Arbeitswelt, Freizeitmöglichkeiten oder auch die Lebenshaltungskosten wurden dabei nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis erkundet. Ein umfangreiches Kulturprogramm bot die Besichtigung des höchsten Kirchturms der Slowakei, der Eishöhle Dobšinská l’adová jaskyňa, der Zipser Burg sowie des beeindruckenden Herrenhauses Kaštiel Betliari. Eine Schulbesichtigung der Partnerschule Stredná Priemmyselná Skola Strojnícka einschließlich der Teilnahme an einer Unterrichtsstunde und die Besichtigung der Firma Embraco, boten einen Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt und für die Ausflugsmöglichkeiten wurden exemplarisch die Hohe Tatra und der Nationalpark Slovenský Raj (Slowakisches Paradies) ausgekundschaftet.

Die Kategorien Lebenshaltung und Freizeitmöglichkeiten konnten während der abendlichen Freizeit gemeinsam erlebt werden, wenn das Essen und die Getränke - beispielsweise beim Bowlen - nur einen Bruchteil des deutschen Preises kosteten. Dennoch wurde deutlich, dass das Leben in der Slowakei nicht günstiger ist, da die Einkommensverhältnisse weit unter den deutschen liegen. Am beeindruckendsten fanden die Schüler, wie auch ihre begleitenden Lehrer Bernd Wettlaufer und Manuela Eikelmeier sowie Michael Koch als Europaschulkoordinator, die herzliche Gastfreundschaft. Der Empfang durch den Schulleiter der besuchten Schule Laco Ruttkay und die Kontakte mit den Schülern waren offen und freundlich und konnten nur noch durch die Begrüßung im original erhaltenen Bürgersaal des in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts im klassizistischen Stil erbauten Rathauses übertroffen werden. Die feierliche Stimmung wurde durch die historische Kulisse und die Rede des Stadtabgeordneten, die sofort von einer Dolmetscherin für alle übersetzt wurde, wie auch die speziell für die Gäste engagierten Sänger und Sängerinnen hergestellt. Für die Wichtigkeit des Anlasses sprach auch die Anwesenheit des regionalen Fernsehens und die besondere Ehre, sich ins goldene Buch der Stadt eintragen zu dürfen. Jedem Schüler und jedem Lehrer wurde ein persönliches Geschenk überreicht und alle fühlten sich herzlich willkommen. Am Ende der Woche fiel die Abreise schwer und wurde nur dadurch gemildert, dass wenigstens die neu gewonnenen Freunde unter den Schülern mitgenommen wurden. Auf dem Rückweg konnte die Besichtigung der Hauptstadt Bratislava genossen werden.

Zurück in Alsfeld wurde ebenfalls ein umfangreiches Programm absolviert. Dazu gehörte nach der offiziellen Begrüßung durch die Schulleiterin der Max-Eyth-Schule Frau Claudia Galetzka der Empfang durch den Bürgermeister im historischen Rathaus und die Stadterkundung Alsfelds. Auch die Städte Fulda, Gießen und Frankfurt wurden besichtigt. Um die berufliche Seite kennenzulernen, wurde die Firma Opel in Rüsselsheim besucht und als Freizeitaktivitäten wurden eine Kanutour auf der Fulda, klettern in der Sporthalle und Wasserski bei strahlendem Wetter ausprobiert. Das Ende des insgesamt zweiwöchigen Schüleraustauschs bildete ein „typisch deutscher“ Grillabend und alle waren sich einig, dass der Besuch wiederholt werden wird und das ganze Projekt sehr gelungen ausgefallen ist.