Alsfeld (oz). Zur kulturellen Vorbereitung auf ihr bevorstehendes Auslandspraktikum trafen sich 30 Schüler aus den Assistentenberufen, der Fachoberschule und dem Beruflichen Gymnasium in der Max-Eyth-Schule. Die drei- bis vierwöchigen grenzüberschreitenden Praktika sind fester Bestandteil des Schulprogramms und der Bildungsgänge. Sie finden in diesem Jahr in England, Irland und Kanada statt.
Anke Streu von der Universität Saarbrücken moderierte die Veranstaltung, in der viel Wissen vermittelt wurde: Was sind Stereotypen und wie wirken sie? Was ist Kultur? Was sind wichtige Gepflogenheiten am Arbeitsplatz, in der Gastfamilie und in der Freizeitkultur der drei Länder?
Mit dem Eisberg-Modell veranschaulichte Anke Streu die Tatsache, dass die angehenden Praktikanten im Umgang mit den Menschen sich nicht von vordergründigen Dingen, dem sichtbaren Teil des Eisbergs, täuschen lassen dürfen. Hierzu zählt sie beispielsweise Kleidung, Sprache, Sitten und Gebräuche.
Vielmehr bestimmten die unbewussten Anteile der Persönlichkeit unter der Oberfläche das Verhalten der Menschen, beispielsweise Traditionen, Erfahrungen und Einstellungen. Dies zu beachten sei besonders im Ausland wichtig. Praktische Übungen zur Kommunikation und zur Teamarbeit im Ausland rundeten die Veranstaltung ab.
Da die Max-Eyth-Schule in der Vermittlung von "Kulturwissen" und der Reflexion über eigenkulturelle Prägungen wichtige Voraussetzungen für grenzüberschreitende Mobilitäten sieht, organisiert sie diese Vorbereitungsseminare und fördert mit ihren Auslandsaktivitäten die Mobilität der Schüler.