Passend zum Themengebiet „Evolution“ - dem Thema des letzten Schulhalbjahres der Jahrgangsstufe 13 - besuchten 39 Schüler und Schülerinnen des Biologie Leistungskurses von Herrn Quäl und des Biologie-Grundkurses von Frau Streiff (beide Max-Eyth-Schule Alsfeld) eine Sonderausstellung des Senckenberg Naturkundemuseum in Frankfurt.
Im letzten Schuljahr des Beruflichen Gymnasiums sieht der Lehrplan für Biologie den Schwerpunkt „Evolution“ für das 2.Halbjahr der Jahrgangsstufe 13 vor. Hier spielen Evolutionstheorien, Fossilierung, paläontologische Entdeckungen und die Mechanismen der Artenentstehung eine Rolle.
Die Schüler und Schülerinnen besuchten vor diesem Hintergrund eine Sonderausstellung des Senckenberg Museums in Frankfurt, in der es um die Geschichte der Entwicklung des Menschen ging.
„Safari zum Urmenschen“ heißt der Titel der Sonderausstellung, die in einem Nachbargebäude des Senckenberg-Museums zu besichtigen war.
„Safari“ bedeutet auf Swahili „Reise“ – und die 39 Schüler und Schülerinnen begaben sich auf eine besondere Reise zu den Ursprüngen der Menschheit.
Die Reise beginnt in Afrika, wo Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts anhand von Fossilien die Ursprünge der Menschheit rekonstruieren. Weiter geht es mit Informationen zur Auswertung von gewonnenen Daten und der Präparation von Fundstücken im Senckenberg Forschungsinstitut.
Der zweite Teil der Reise beschreibt eine Zeitreise durch die Ahnengalerie – eine weltweit einzigartige Inszenierung von 27 lebensechten und mit individuellen Gesichtszügen versehenen Kopfmodellen- die vor sieben Millionen Jahren mit dem Sahelanthropus-Fund beginnt und über viele Stationen der Menschheitsgeschichte beim heutigen Menschen, dem Homo sapiens sapiens endet.
Ein Highlight war sicherlich das Modell von „Lucy“, dem ältesten fast komplett erhaltenen Skelettfund eines Australopithecus afarensis von vor ca. 3,2 Mio. Jahren.
Weiterhin gab es interessante Einblicke in die Veränderungen des Skelettes im Zuge der Entwicklung des aufrechten Ganges sowie viele Informationen zur Entwicklung der Kultur der Hominiden, der Nutzung des Feuers und dem immer spezieller werdenden Werkzeuggebrauch.
Neben der Sonderausstellung konnte natürlich auch die Dauerausstellung im Senckenberg-Museum selbst besucht werden, welche sich auf die drei Stockwerke des Haupthauses verteilt. Hier konnte man sich von der Vielfalt des Lebens (Biodiversität) der Entwicklung der Lebewesen (Evolution), sowie der Verwandlung unserer Erde über Jahrmillionen hinweg beeindrucken lassen.
Somit bot das Senckenberg Naturmuseum mit der Safari zum Urmenschen für uns einen passenden Abschluss zum Thema „Evolution“.
Die Studienfahrt war ein Unterrichts-Projekt des Leistungskurses Biologie, das von Anfang bis Ende von einer zweiköpfigen Schülerarbeitsgruppe geplant und begleitet wurde. Darija Mischin und Kristina Schulz übernahmen die Planung, und die Organisation der Studienfahrt vom Bustransfer über die finanzielle Kalkulation bis zur abschließenden Erstellung eines Zeitungsberichtes.
03.05.2010 Oberhessische Zeitung