Pressespiegel (Oberhessische Zeitung vom 23.06.2007)
ALSFELD (hek). Ihre Idee stieß auf viel Zustimmung: eine Art digitales Diktiergerät, das den aufgezeichneten Text mittels eines Druckers gleich in A 4-Format ausdrucken kann. "Speakandwrite" nannten fünf Max-Eyth-Schüler das Produkt, mit dem sie beim Deutschen Gründerpreis 2007 antraten. Bis zur Siegerehrung in Hamburg haben die fünf, die als "Speak´n´Print" antraten, es nicht geschafft. Ein Krankheitsfall während der entscheidenden Phase kostete zu viele Punkte, um in die Jury-Runde zu kommen, bei der endgültig über die Finalteilnehmer entschieden wurde.
Beim deutschlandweiten Wettbewerb sollen in einer Kategorie Schülergruppen anhand eines Produktes, das sie sich ausdenken, Wirtschaftskreisläufe kennen lernen. 1999 als StartUp-Werkstatt ins Leben gerufen, wurde er in diesem Jahr erstmals im Rahmen des Gründerpreises ausgelobt.
"Unser Lehrer und Coach Joachim Schmacks hat uns auf die Idee gebracht, bei dem Wettbewerb mitzumachen", erklärte Fabian Schrödter, einer der Schüler. "Zunächst mussten wir uns ein Produkt ausdenken, das noch nicht existierte aber realisierbar sein musste", schildert er die ersten Schritte im Wettbewerb, der zu Beginn des Jahres startete. Sie haben "speakandwrite" soweit geplant, dass das Gerät sogar in Bau hätte gehen können, doch die Realisierung sei "keine Voraussetzung beim Gründerpreis".
Neben der Entwicklung dieses Gerätes mussten alle Teilnehmer neun Aufgaben abarbeiten. Dazu zählte auch, dass sich jede Gruppe einen Paten in der Wirtschaft suchen musste, der "Helfer bei Fragen rund um das Produkt sein soll". Die Gruppe "Speakandwrite" wählte dazu Gerhard Vögele, Verlagsleiter der Oberhessischen Zeitung. "Er hat uns ein sehr positives Feedback auf unsere Idee gegeben und war mit positiver Kritik immer hilfreich", schilderte Schrödter die Zusammenarbeit. Vor allem beim Verfassen einer Pressemitteilung, was eine der neun Aufgaben war, zahlte sich die Patenschaft aus.
Die Schülergruppe, bei der neben ihm noch Andreas Greb, Tom Ries, Tobias Janoske und Martin Haupt mitarbeiteten, musste dazu noch eine Homepage erstellen, Leute befragen, die Teamkultur beurteilen sowie Kontakte zu Firmen aufnehmen, um ihnen das Produkt vorzustellen. "Diejenigen, denen wir es vorgestellt haben, waren sehr angetan von der Idee und schlugen uns vor, es mit einer Firma zusammen zu bauen", erzählte Schrödter.
Auch wenn es für die fünf nicht bis zur Juryrunde gereicht hat, "haben wir zahlreiche Erfahrungen in der Wirtschaft gemacht", ist sich Schrödter sicher, der sich auch vorstellen kann, "im kommenden Jahr noch einmal beim Gründerpreis mitzumachen".
Den ersten Platz belegte in diesem Jahr das "Team Eureso". Die sechs jungen Männern aus Bad Oeynhausen haben eine Plattform für die Vermittlung von kreativen Ideen entwickelt, um Planer und Künstler zusammenbringen, so dass jeder vom Know-how des Anderen profitiert.
Quelle: Oberhessische Zeitung vom 23.06.2007