Auch im Schuljahr 2006/07 bearbeiteten die angehenden Mechatronik-Techniker (Schwerpunkt Maschinen- und Anlagentechnik) im dritten von insgesamt vier Semestern ein Projekt mit einem mechatronischen Grundgedanken. Ziel dieser Projektarbeit war es, ein fachliches Problem selbständig zu analysieren, praxisgerecht zu lösen, zu dokumentieren und auch zu präsentieren. In diesem Jahr gab die Fachschule Mechatronik ein besonderes Projekt aus. Ziel war die Erstellung eines Projektraumes für Mechatronik sowie die Optimierung und Inbetriebnahme einer Klebeanlage. Bereits jetzt findet in diesem Raum eine praxisnahe Ausbildung unter industriellen Bedingungen statt. Die Projektgruppe 2007 SRK-Anlage (Spiegelfuß-Regensensor-Klebeanlage) erzählt:
"Für uns als fünfköpfiges Projekt-Team war es nicht einfach, unser Projekt an der Max-Eyth-Schule Alsfeld umzusetzen. Da in der Regel die Projektarbeiten von max. zwei Personen durchgeführt werden sollten, erwies es sich anfangs als gar nicht so einfach, alle Mann unter einen Hut zu bringen. Wir mussten das Gesamt-Projekt in einzelne Teams untergliedern und die Aufgabenstellungen gleichmäßig auf die einzelnen Studierenden verteilen.Im Anschluss daran folgten dann Taten. Als erstes richteten wir den Werkstattraum so ein, dass er einerseits die Möglichkeit zum Arbeiten an der Anlage bot und andererseits für Unterrichtszwecke genutzt werden konnte. Nachdem dies geschehen war, konnten wir uns mit der eigentlichen Projektarbeit, der SRK-Anlage, befassen.
Als eine Hürde erwies sich die Elektro-Planung, da der Kenntnisstand hinsichtlich der eingesetzten Elektro-Planungs-Software (EPLAN) zu Beginn nicht ausreichend war. Auf Grund dessen nahm dieser Teil weitaus mehr Zeit in Anspruch als vorher geplant. Nach Abschluss der Planungsarbeiten, setzten wir die Pläne in die Praxis um. Hierfür räumten Daniel Höner und Alexander Diehl den Schaltschrank der Klebeanlage komplett aus, um diesen im Anschluss mit moderner Steuerungstechnik auszustatten. Dabei wurde nicht nur die Verdrahtungstechnik auf den neuesten Stand gebracht, sondern auch das veraltete Touch Panel durch ein neues ersetzt, um die Bedienung der Anlage zu vereinfachen. Hierbei erlangten wir vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit Software im Bereich Prozessvisualisierung.
Kai Faulhaber und Christoph Werner kümmerten sich um die Steuerung und den Ablauf der Anlage. Hierbei erwies es sich als relativ schwierig, alle einzelnen Funktionsabläufe der Anlage so zu koordinieren, dass ein „crash-freier“ Anlagenablauf gewährleistet wurde. Dies realisierten wir mit Hilfe einer Speicher-Programmierbaren-Steuerung, welche einen hohen Programmier- und Zeitaufwand in Anspruch nahm.
Unser Spezialist in Sachen Sicherheitstechnik, Christian Müller, rundete das Projekt mit einem komplexen Sicherheitssystem so ab, dass die Klebeanlage eher einem Hochsicherheitstrakt als einer Produktionsanlage gleicht. Hierfür setzte er auf neuste Sicherheitskomponenten wie z.B. Laser-Scanner und Lichtgitter. Somit kann die Anlage jetzt nicht nur einwandfrei produzieren, sondern auch gefahrlos bedient werden. Letztendlich konnten wir alle bei diesem Projekt nicht nur fachliche Kenntnisse erlangen, sondern darüber hinaus wurden auch gleichzeitig Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit und selbständiges Arbeiten gestärkt."
Quelle: M. Massier