Pressespiegel (Oberhessische Zeitung vom 28.06.2007)
ALSFELD (hek). Alle Teilnehmer des 24. Hessischen Schultheatertreffens in Alsfeld durften sich gestern als Gewinner betrachten. "Erfolg heißt in diesem Fall, dabei zu sein", rief Marietta Lüders, von der Sparkassen Kulturstiftung den jungen Schauspielern zu. Schließlich wurden die Teilnehmer schon aus rund 30 Bewerbungen durch den Landesverband Schultheater in Hessen (LSH) ausgewählt. Unter den ausgezeichneten Gruppen ist mit der Theater-AG der dritten Klasse der Stadtschule auch eine Alsfelder Gruppe. Heike Wolff hat mit den jüngsten Teilnehmern des Theatertreffens das Stück "Müssen Drachen immer böse sein" einstudiert und aufgeführt. Beim offiziellen Festakt in der Stadthalle erhielten alle zwölf Schultheatergruppen den Förderpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen.
Mit stolzen 1500 Euro dotiert, die für die Theaterarbeit an den Schulen verwendet werden muss, ist er ein willkommener Zuschuss für die künstlerisch aktiven Gruppen. Denn die meisten "haben ja kein eigenes Budget", wie Klaus Riedel, Vorsitzender des LSH hervorhob.
"Theater in der Schule ist ein Spiel, aber keine Spielerei", fasste Wolf-Michael Kuntze, Ministerialrat im Kultusministerium zusammen. Deshalb habe Theater seinen festen und berechtigten Platz in Hessens Schulen gefunden, "sei es in Arbeitsgemeinschaften die ganze Stücke einstudieren oder als Rollenspiel in den unterschiedlichen Schulfächern." Dass das nicht immer so war, schilderte Riedel in seiner Ansprache. "Das Schultheater hat in den vergangenen 25 Jahren einen Wandel vom Nachahmen des "großen Theaters" zu einem lebendigen Spiel mit jugendlichen Themen" vollzogen.
Landrat Rudolf Marx verwies auf das "positive Schulklima, das durch Schultheater erzeugt wird, in dem es sich auch sonst besser lernen lässt."
Wie schwierig Theaterspielen sein kann, durften einige der Laudatoren am eigenen Leib erfahren, denn die Teilnehmer der Kurse Darstellendes Spiel der Max-Eyth-Schule sorgten mit "Zwischentönen" für Irritationen bei den Rednern und Heiterkeit im Publikum. So erhielt Alsfelds Erste Stadträtin Ingeborg Beckmann-Launer von einem "Fahrradkurier" ein Paket mit viel Geld. Fälschlicherweise, wie sich herausstellte, denn eigentlich war das leere Sparschwein an sie adressiert.
Nicht zuletzt die kreativen und spielfreudigen Einlagen hatte Beckmann-Launer im Sinn, als sie die "Qualität und Vielfalt der Schultheater ansprach", die beim Treffen in Alsfeld zu sehen sei. Und auch Friedhelm Miebach, Schulleiter der gastgebenden Max-Eyth-Schule zeigte sich beeindruckt von der "Spielfreude und Kreativität, die gerade die Grundschüler auf die Bühne bringen."
Quelle: Oberhessische Zeitung vom 28.06.2007