Pressespiegel (Oberhessische Zeitung vom 07.08.2007)
VOGELSBERGKREIS (oz). Wie in den vergangenen Jahren nutzt der Vogelsbergkreis die Ferienzeit intensiv, um größere Baumaßnahmen an Vogelsberger Schulen durchzuführen. Das teilt der Schuldezernent Hanns-Michael Diening (FDP) mit. Ziel sei, den Unterricht so wenig wie möglich durch die teils aufwändigen Arbeiten zu stören. Insgesamt investiert der Kreis in der zweiten Jahreshälfte 2007 - mit Schwerpunkt in den Sommerferien - bei 21 Baumaßnahmen und Neuausstattungen über sieben Millionen Euro an 14 Schulen. Mehr als eine Million Euro sind für Alsfelder Schulen bestimmt. Gebaut wird aber auch in Homberg, Gemünden und Romrod. An mehr einem Drittel aller Schulen im Vogelsbergkreis tut sich demnach was - der Kreis hat sich als Schulträger um insgesamt 38 Schulen zu kümmern.
Einen Schwerpunkt der Investitionen des Kreises bildet erneut der Ausbau der pädagogischen Mittagsbetreuung. Hier werden allein an der Wascherde-Schule Lauterbach 1,25 Millionen Euro, an der Gesamtschule Mücke 720.000 Euro und an der Oberwaldschule Grebenhain 620 000 Euro verbaut. In die Richtung zielt auch ein Teil der Summe für die Stadtschule in Alsfeld.
Ein zweiter Fluchtweg: Es wird ein neues Treppenhaus als zweiter Fluchtweg - mit einer integrierten, behindertengerechten Aufzugsanlage installiert. Außerdem erhält das Hauptgebäude eine neue Brandmeldeanlage. Kosten: zusammen 460.000 Euro. Zur Einrichtung der Mittagsbetreuung werden vorhandene Räume zu einem Speisesaal mit Ausgabeküche und Personalraum umgebaut. Im Hauptgebäude wird eine Mediothek und ein neuer EDV-Raum eingerichtet. Kosten: weitere 150.000 Euro einschließlich der Einrichtung.
Darüber hinaus stelle sich der Vogelsbergkreis dem gesellschaftlichem Bedarf nach Betreuungsangeboten an den Schulen, betont der Kreisbeigeordnete Diening. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei ebenso ein Ziel der Kreispolitik wie die Schaffung guter Startchancen für die jungen Menschen, deren Bildungspotenzial den entscheidenden Standortfaktor für die Region darstelle. Auch die Wirkung auf dem heimischen Arbeitsmarkt durch die Vergabe öffentlicher Bauaufträge dürfe nicht unterschätzt werden, betont Diening. "Was unseren Schulen nutzt, tut gleichzeitig auch dem heimischen Handwerk gut - das ist eine gute Verzahnung von Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik."
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme des Erweiterungsbaues der Alsfelder Albert-Schweitzer-Schule am Standort Schillerstraße wurden die Sanierungsarbeiten für das Gebäude der naturwissenschaftlichen Fachklassen begonnen. Die Gewerke Dachflächen, Vollwärmedämmsystem auf den Außenwänden, Erneuerung aller Fenster und die Erstinstallation von außen liegenden Sonnenschutzelementen sind die aktuellen Themen der Sommerferien. Der Gesamtumfang wird Kosten in Höhe von 400.000 Euro verursachen. Weiterhin wird aktuell in Abstimmung mit der Schulleitung die Kompletterneuerung der Inneneinrichtung dieser Fachklassen in mehreren Planungsschritten erarbeitet.
Ein neuer Fußboden in der Sporthalle des Albert-Schweitzer-Gymnasiums wird der Sportboden komplett ausgetauscht und durch eine neue Bodenkonstruktion einschließlich Fußbodenheizungselementen erneuert. Finanzbedarf: 85.000 Euro.
80.000 Euro kosten weitere Sanierungsarbeiten an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Alsfeld, die auch Elektroinstallationsarbeiten beinhalten. Teile der Erich-Kästner-Schule sind in diese Maßnahme integriert.
Im Werkstattgebäude der Max-Eyth-Schule Alsfeld werden aus brandschutztechnischen Gründen Beleuchtungskörper und die gesamte Elektroinstallation erneuert. Neben dem Sicherheitsaspekt erwarten die Fachleute des Amtes für Gebäudemanagement auch eine deutliche Stromersparnis. Kosten: 40.000 Euro.
Für die Geschwister-Scholl-Schule wird gegenwärtig das Gesamtsanierungskonzept abgeschlossen und als erster Bauabschnitt der Erweiterungsbau für zwölf Klassen öffentlich ausgeschrieben. Der Etat 2007 weist eine Anlauffinanzierung in Höhe von vier Millionen Euro für die Erweiterungsbauten einschließlich des Bereiches der pädagogischen Mittagsbetreuung aus. Die genaue Kostenermittlung ist noch nicht abgeschlossen.
Eine der größeren Investitionsschwerpunkte stellt erneut der Schulstandort Homberg dar. Im bereits elften Bauabschnitt erfolgt die Sanierung einer weiteren Flachdachfläche und integrativ die innenseitige Erneuerung von Flurdecken sowie die Erneuerung von Fensteranlagen. Kosten: 155.000 Euro.
In einem ersten Bauabschnitt wird für rund 45.000 Euro ein Teilbereich der Überdachung erneuert, die die einzelnen Gebäudeteile miteinander verbindet.
Durch Vegetation hervorgerufene Schäden am Entwässerungssystem erfordern die komplette Erneuerung von Teilkreisen der Kanalisation an der Mittelpunktschule Antrifttal in Romrod. Dazu wendet der Kreis rund 30.000 Euro auf.
Quelle: Oberhessische Zeitung vom 07.08.2007