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2007

"Nehmt Euer Leben in die Hand"

Freude bei der Überreichung der Zertifikate an der<br /> Max-Eyth-Schule Alsfeld. Mittendrin: Landrat Rudolf Marx.

Neue Chancen für 22 Hauptschüler - Projekt der Kommunalen Vermittlungsagentur

Pressespiegel (Oberhessische Zeitung vom 30.07.2007)

VOGELSBERGKREIS (oz). 22 junge Menschen haben jetzt deutlich bessere Vermittlungschancen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt, denn sie besitzen seit kurzem einen Hauptschulabschluss. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor. Zum Abschluss des als erfolgreich bezeichneten Projekts "Joker" der Kommunalen Vermittlungsagentur beglückwünschte Landrat Rudolf Marx die Teilnehmer zu ihrer Leistung. Marx erklärte, er freue sich über die erfolgreiche Weiterentwicklung der jungen Menschen und ermutigte sie, "ihr Leben nun in die Hand zu nehmen und den kommenden Herausforderungen stets mit Selbstvertrauen zu begegnen". Der Leiter der Alsfelder Max Eyth-Schule, Friedhelm Miebach, überbrachte den Jugendlichen seine Glückwünsche und dankte den Lehrkräften und Mitwirkenden des Projekts für ihre tatkräftige Unterstützung. Miebach betonte, die Wichtigkeit, jungen Menschen eine neue Chance zu geben und auf diese Weise ihre Zukunftsaussichten zu verbessern. "Die Jugendlichen haben auf ihrem Weg viele neue Erfahrungen gesammelt", so Miebach.
Klassenlehrerin Margret Gerschlauer überreichte den anwesenden Hauptschul-Absolventen ihre Zertifikate und betonte, dass einer der wichtigsten persönlichen Erfolge der Jugendlichen ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen sei. "Viele unserer Teilnehmer mussten lernen, an sich zu glauben und können nun mit Stolz auf ihre Leistung blicken."
Ziel des an der Max-Eyth-Schule Alsfeld bereits zum zweiten Mal und an der Vogelsbergschule erstmals durchgeführten Projekts war es, Jugendlichen, die über keinen oder einen schlechten Hauptschulabschluss verfügen, sich aber nicht mehr im schulpflichtigen Alter befinden, eine neue Perspektive zu geben. Durch eine Kombination von zwei Schultagen und drei Praktikumstagen in einem Betrieb pro Woche soll der Weg zu einer qualifizierten betrieblichen Ausbildung geebnet werden. Die Jugendlichen haben hierdurch aus Sicht der Verantwortlichen in der KVA durch den engen Praxisbezug deutlich bessere Chancen. Beispielsweise erklärten drei der Absolventen bereits eine Ausbildungsstelle zum Fleischer, zum Koch und zur Hauswirtschaftshelferin in Aussicht zu haben.
Das Projekt "Joker" trägt nach Auffassung von Landrat Marx dazu bei, das erste Vermittlungshemmnis durch den fehlenden oder schlechten Hauptschulabschluss auszuräumen. Weiterhin ermögliche es den Teilnehmern, durch das Praktikum einen Einblick ins Berufsleben zu bekommen und auch Kontakte zu knüpfen. Gleichzeitig können aber auch die teilnehmenden Betriebe die Möglichkeit nutzen, die Jugendlichen zu testen um nach Ablauf des Projekts eventuell eine Ausbildung folgen zu lassen.
Da es im Vogelsbergkreis relativ viele von der beschriebenen Problematik betroffener Jugendliche gibt, hat die Kommunale Vermittlungsagentur das Projekt im Jahr 2005 zusammen mit der Max-Eyth-Schule auf den Weg gebracht. Im Rahmen dessen erfolgt auch eine sozialpädagogische Betreuung der Teilnehmer durch die Kommunale Vermittlungsagentur. Aufgrund der insgesamt positiven Resonanz und der hohen Anzahl der Jugendlichen ohne bzw. mit schlechtem Hauptschulabschluss wurde das Projekt im Schuljahr 2006/2007 erstmals auch an der Vogelsbergschule in Lauterbach angeboten.

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Quelle: Oberhessische Zeitung vom 30.07.2007