Anlässlich der ISH Frankfurt (Weltleitmesse Bad, Gebäude-, Energie-, Klimatechnik, erneuerbare Energien) vom 6. bis 10. März 2007 reiste eine Gruppe französischer Berufsschüler mit ihren Lehrern aus dem fernen Avignon in Südfrankreich nach Hessen. Im Anschluss an den Messebesuch absolvierte die Gruppe bei uns ein dreitägiges Kurzprogramm, da wir als Europa-Schule offensichtlich auch in Frankreich einen guten Ruf genießen.
Neben dem Empfang durch den Schulleiter Friedhelm Miebach stand eine Schulbesichtigung mit Informationen über Bildungswege in Hessen, eine Stadterkundung sowie eine Brauereibesichtigung in Alsfeld auf dem Plan. Abgerundet wurde der Aufenthalt durch eine Besichtigung der Firma Buderus in Lollar. Die Schüler, die in Avignon die Schule „CFA Florentin Mouret“ besuchen, interessierten sich besonders für die Lern- und Arbeitsbedingungen deutscher Berufsschüler/innen in dem neuen Berufsfeld Anlagenmechaniker SHK.
Dabei kamen auch Fragen nach den immer noch unterschiedlichen Normen und Fachregeln der beiden Länder auf, die aber sukzessive angeglichen werden.
Mit großem Interesse nahmen die deutschen Schüler zur Kenntnis, dass die Berufsschüler in Frankreich, die im Wechsel eine Woche die Schule und dann zwei Wochen den Betrieb besuchen, durchschnittlich 1.000 Euro Ausbildungsvergütung monatlich erhalten.
Der französische Schuldirektor M. Barry, der die Gruppe begleitete, erklärte den deutschen Gastgebern, dass auch in Frankreich die Auszubildenden im Dualen System ausgebildet werden. Dies macht dann etwa 14 % der Berufsausbildung aus. Die französischen Schüler befinden sich im letzten Lehrjahr und werden in Kürze ihre Ausbildung mit dem „Brevet Professional“, vergleichbar der deutschen Gesellenprüfung, abschließen. Auch wenn der Besuch nur kurz war, so konnten doch beide Seiten eine ganze Reihe interessanter Informationen austauschen und dabei etwas für die Völkerverständigung tun.
Quelle: M. Massier