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2007

Information über fremde Kultur

Jean-Felix Belinga-Belinga stellte den Schülern <br />die Kultur Afrikas vor

Trainingswochenende für Schulaustauschprogramm mit Girl´s Vocational Institute in Ghana

Pressespiegel: Oberhessische Zeitung vom 22.11.2007

VOGELSBERGKREIS (oz). Im Herbst 2008 werden Schüler der Max-Eyth-Schule einen Austausch mit dem Girl´s Vocational Institute in Ghana absolvieren. Dafür stand nun das erste interkulturelle Trainings-Wochenende in Frankfurt auf dem Programm. Das Girl´s Vocational Institute ist eine Berufsbildende Schule für junge Mädchen, nord-westlich von Kumasi, einer der größten Städte Ghanas. Geleitet wurde das Wochenende von der Referentin für die Partnerschaft mit Afrika, Dr. Helga Rau und dem Kameruner Theologen und Beauftragten für interkulturelle Bildung Jean-Felix Belinga-Belinga.
Rau stieg mit der Präsentation von Bildern anlässlich ihres Besuches in Ghana zum Goldenen Jubiläum der Presbyterian Church of Ghana ein. So bekamen die Kursteilnehmer eine Vorstellung davon, was sie in Ghana erwarten wird. Am Abend schauten sich alle Teilnehmer den Film "Keine Chicken schicken" an. Am Beispiel von Geflügel behandelt dieser die Problematik, dass die Industrieländer für sie unbrauchbare Produkte nach Afrika schicken und dadurch die dortige Wirtschaft zerstören. Wegfall von Arbeitsplätzen und hygienische Probleme führen dadurch zu großen Belastungen der afrikanischen Bevölkerung.
Am nächsten Morgen stand ein Rollenspiel auf der Tagesordnung, in dem die Teilnehmer die Problematik kultureller Unterschiede erleben konnten: Ein Kulturvolk mit vielen Ritualen und Traditionen traf auf eine westliche zivilisierte Gruppe. Beide Gruppen sollten ein gemeinsames Projekt zur Beseitigung ihrer Umweltschäden entwickeln, um Fördergelder von der Weltbank zu erhalten. Belinga-Belinga verdeutlichte noch einmal die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der afrikanischen und der europäischen Kultur und präsentierte Fotos seiner Afrikareisen.
Höhepunkt war der abendliche Besuch eines kamerunischen Restaurants in der Innenstadt. Hier gab es typisch kamerunisches Essen - Reis und Risotto, verschiedene Sorten Fleisch, Fisch und Gemüse sowie Desserts. Am nächsten Tag stand ein Aktionsplan zur Aufteilung der bis zur Ghana Fahrt im Herbst 2008 zu erledigenden Aufgaben an.

Quelle: Oberhessische Zeitung vom 22.11.2007