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2007

Berufsschullandschaft im Kreis in Bewegung

Wird Technikerschule der Max-Eyth-Schule zugeordnet? - Ab 2009 nur noch eine Leitung für zwei Berufsschulen?

Pressespiegel (Oberhessische Zeitung vom 21.08.2007)

VOGELSBERGKREIS (uhg). Die Berufsschullandschaft im Vogelsbergkreis ist in Bewegung. Am Rande des Pressegespräches zum Schuljahresbeginn (Bericht auf dieser Seite) bestätigte Schulamtsdirektor Christoph Fellner von Feldegg, dass er derzeit in zwei Gremien über die Zukunft der beruflichen Schulen im Vogelsberg berate. Einmal geht es um die Zukunft der Technikerschule Alsfeld, zum anderen um die Zusammenlegung der Max-Eyth-Schule und der Vogelsbergschule.
"Die Entscheidung über die Staatliche Technikerschule in Alsfeld könnte bereits 2008 fallen", konkretisierte Fellner von Feldegg die Gesprächsergebnisse mit dem Kultusministerium. Karl Deuchert, der letzte Leiter der Technikerschule, war bereits 2003 aus dem Amt geschieden. Derzeit verwaltet sein Stellvertreter Ulrich Greulich die laufenden Geschäfte. Voraussichtlich wird künftig die Technikerschule Alsfeld, die derzeit als einzige neben den Schulen in Weilburg und Hadamar noch unter Trägerschaft des Landes steht, der Max-Eyth-Schule zugeordnet.
Der größere Anteil der Technikerschulen in Hessen ist bereits den Berufsschulen unter Trägerschaft der Kommunen oder Kreise angegliedert. So würde auch der Vogelsbergkreis die Trägerschaft für die Technikerschule übernehmen. Die Gebäude sollen zu einem symbolischen Preis von einem Euro dem Kreis überschrieben werden, außerdem erwartetet der Kreis finanzielle Unterstützung seitens des Landes für den laufenden Betrieb. Als Alternative in der Diskussion: Die Technikerschule wird zu ihrer "Schwesterschule" nach Weilburg verlegt. "Das kann allerdings nicht im Sinne des Vogelsbergkreises sein", bekräftigte Fellner von Feldegg.
Eine zweite Gesprächsrunde befasst sich mit der Zukunft der Max-Eyth Schule und der Vogelsbergschule, erläuterte der Direktor am Staatlichen Schulamt in Gießen weiter. Das Gremium wurde auf Hinweise des Ministeriums hin beim Vogelsbergkreis gebildet. So soll es künftig nur noch eine Schulleitung geben (die OZ berichtete), beide Standorte sollen allerdings beibehalten und mit "Kompetenzzentren" ausgestattet werden.
Zur Klärung der im Kollegium und in der Schülerschaft durchaus strittigen Fragen wurde nach Auskunft von Fellner von Feldegg auch ein externer Berater für Organisationsfragen hinzugezogen. "Es geht nicht einfach um Einsparungsmaßnahmen, sondern es geht um die Stabilisierung und Zukunftssicherung der beruflichen Bildung im Vogelsbergkreis", betonte Fellner von Feldegg. Hintergrund sind rückläufige Schülerzahlen, vor allem in der Teilzeitberufsschule, aber auch im vollschulischen Bereich. "Es macht keinen Sinn, wenn die Schulen als Konkurrenz auftreten", umriss er das Problem. Als Beispiel nannte er das berufliche Gymnasium, für das eine gemeinsame Planung für beide Standorte sinnvoll sei.
Wegen der Brisanz des Themas sollen nach Auskunft von Fellner von Feldegg möglichst alle Betroffenen gehört werden. Der Steuerungsgruppe gehören mittlerweile 14 Personen an: neben dem externen Berater und den beiden Schulleitern auch die Stellvertreter, Abteilungsleiter, Personalrat. Zielvorgabe für einen konkreten Vorschlag und eine mögliche Umsetzung ist das Jahr 2009: zu diesem Zeitpunkt geht Friedhelm Miebach, der Leiter der Max-Eyth-Schule, in den Ruhestand.

Quelle: Oberhessische Zeitung vom 21.08.2007