In beruflichen Schulen kann ein Mittlerer Abschluss erlangt werden, der darüber hinaus eine berufliche Grundbildung einschließt. Wir bieten in unterschiedlichen Berufsfeldern eine breit angelegte Grundbildung an und bereiten Fachrichtung bezogen auf eine berufliche Ausbildung vor. In der zweijährigen Berufsfachschule verbinden wir die Hinführung zur Berufs- und Arbeitswelt mit dem Erwerb eines Mittleren Abschlusses.
Neben einem hohen Anteil an berufsbezogenem Unterricht werden natürlich auch allgemein bildende Fächer unterrichtet, wobei die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, in den Hauptfächern Stütz- und Förderunterricht zu besuchen: Sowohl zum Aufarbeiten von Defiziten als auch zur Vorbereitung auf den Besuch einer weiterführenden Schulform, wie z. B. die Fachoberschule.
Zwei mehrwöchige Praktika geben überdies Einblicke in die Berufs- und Arbeitswelt und münden oft in ein Ausbildungsverhältnis.
In einigen Ausbildungsberufen wird der erfolgreiche Besuch der zweijährigen Berufsfachschule auf Zeiten der Berufsausbildung angerechnet. Professionell durchgeführtes Bewerbungstraining soll die Schüler zusätzlich fit machen für die Stellungsuche. Im EDV-Unterricht beschäftigen sich die Schüler unterstützend mit den formalen Aspekten des Bewerbungsschreibens und des Lebenslaufs.
Ähnlich verhält es sich mit dem Berufsgrundbildungsjahr. Die Berufsfeld bezogene Grundbildung ist vergleichbar mit der Berufsfachschule. Allerdings werden die allgemein bildenden Fächer nur einstündig unterrichtet und dies auf Hauptschulniveau. Als Zugangsvoraussetzung genügt hier der einfache Hauptschulabschluss im Gegensatz zur Berufsfachschule, die den qualifizierenden Hauptschulabschluss voraussetzt.
Auch im Berufsgrundbildungsjahr gibt es mehrwöchige Praktika in Betrieben und Einrichtungen zur Vertiefung der im Unterricht erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten. Die Anrechnungsverordnung reift hier ebenso wie in der Berufsfachschule.
Das Berufsgrundbildungsjahr bietet auch Schülern, die bereits einen Mittleren Abschluss haben, die Möglichkeit, sich hier noch zusätzlich eine berufliche Grundbildung zu erwerben und so ihre Aussichten auf eine Lehrstelle zu verbessern. Natürlich können auch Realschüler bereits nach dem Hauptschulabschluss in die Berufsfachschule wechseln und dort ihren Mittleren Abschluss und eine berufliche Grundbildung erlangen.
Neben dem seit Jahren in der Max-Eyth-Schule stattfindendem ganzjährigen Hauptschulpraktikum für die achten Klassen der Geschwister-Scholl-Schule gibt es immer in den ersten Februarwochen Schnupperpraktika in allen Berufsfeldern. Schüler der 9. und 10. Hauptschulklasse bzw. der 9. Realschulklasse können dann einen ganzen Tag in einem Berufsfeld ihrer Wahl an einem kleinen Projekt arbeiten und sich so ein Bild machen, was sie in der Berufsfachschule erwartet.
Falls es mit einer Lehrstelle nicht klappt, gibt es in Absprache mit der Abteilungsleitung mitunter bis zum Ende des Schuljahres die Möglichkeit, sich in der Berufsfachschule oder im Berufsgrundbildungsjahr anzumelden falls noch Plätze frei sind. Ansonsten sollten möglichst bis Ende März die Anmeldungen vorliegen um verlässliche Zahlen für die Klassenplanung zu haben.
Text: E. Schlosser