Das Bild zeigt die acht Gesellen mit ihrem Gesellenstück, vorne von links Tobias Bässler, Firma Spies Karosseriebau in Gießen, Rainer Desero, Firma GL Karosseriebau Leitner in Gedern, David Müller, Firma Holzapfel in Herborn, Waldemar Schmidt, Firma Auto-Schach in Wetzlar/Dutenhofen und hinten von links Andreas Lehmann und Michael Reul von der Firma Hartmann Spezialkarosseriebau in Alsfeld, Daniel Sykownik, Firma Karosseriebau Jung in Gießen, Salvatore Russow, Firma Scheller in Gießen.
Am Freitag, 20.01.2006 fand in der Werkstatt der Firma Hartmann Spezialkarosseriebau in Alsfeld der letzte praktische Teil der Gesellenprüfung der Karosserie- und Fahrzeugbauer Mittelhessens statt. Die dreitägige Prüfung bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil.
Mit einem Kfz-Kotflügel als Arbeitsprobe stellten die Lehrlinge ihr Können unter Beweis. Viel handwerkliches Geschick war aufzuwenden, um den Kfz-Kotflügel mit Verstärkungen maßgenau durch Formen von Rundungen aus selbstgebauten Schablonen, Bördeln, Schweifen, Schweißen und Biegen zu erstellen.
Am linken Bildrand der Prüfungsausschuss unter Leitung des Innungs-Meisters Hans Wahl aus Schlitz/Hemmen, der zweite von links. Daneben links Günter Mühlenberger und daneben rechts Bernhard Becker und Wolfgang Herbst.
Der Innungsbeste Rainer Desero, mit sehr guten Leistungen in der Theorie, erhält von der Gisela- Heinz-Friederichsstiftung ein Stipendium zur Meisterprüfung. Die Stiftung fördert seit Sommer 2005 die Karosserie- und Fahrzeugbauer- Ausbildung mit diesem Stipendium. Sie unterstützt dadurch auch besonders die Weiterbildung von Jugendlicher mit oft wenigen finanziellen Möglichkeiten. Das Stipendium an die Innungsbesten wird es auch in den nächsten Jahren geben.
Der Fahrzeug- und Flugzeugbau zur Personen- und Güterbeförderung und die Unfall- Reparatur dieser Beförderungsmittel wird diesen jungen Gesellen sehr gute Berufsaussichten und Weiterbildungsmöglichkeiten bieten. So fuhren Sie noch in ihrer Prüfungswoche, mit Unterstützung der Firma GL-Karosseriebau aus Gedern, zur Meister- und Technikerschule Karosserie- und Fahrzeugbau nach Kaiserslautern und informierten sich vor Ort über diese Weiterbildung. In Kaiserslautern sind für die Vorbereitung zur Meisterprüfung keine Lehrgangsgebühren zu zahlen. Dies bedeutet eine enorme Einsparung von mindestens EUR 6000,--. Schon nach 6 Monaten Gesellenzeit kann die Meisterausbildung beginnen. Sie besichtigten auch das Presswerk und die Aluminiumhauben- Herstellung bei OPEL in Kaiserslautern.
Während der Ausbildung besuchten die jungen Handwerker die Stadt Spišská Nová Ves in der Slowakei, dem neuen EU-Land. Mit der dortigen Berufsschule ist die Max-Eyth-Schule Alsfeld seit 1994 Jahren partnerschaftlich verbunden. Diese Fahrt diente neben der Information zur "handwerklichen Karosserieinstandsetzung von Großbussen" auch dem Kennen lernen der östlichen Kultur und der Völkerverständigung mit den Menschen Osteuropas. So auch zum besseren Verständnis in der Klasse mit den Mitschülern und besonders auch am Arbeitsplatz mit den Kollegen aus Aussiedlerfamilien.
Text und Foto: B. Becker