Zweijährige Höhere Berufsfachschule

Fremdsprachensekretariat

Angehende Assistentinnen und Assistenten bei der Darstellung eines Projektes während der Europawoche an der Max-Eyth-Schule

Allgemeine Informationen

Die Ausbildung zur kaufmännischen Assistentin bzw. zum kaufmännischen Assistenten für das Fremdsprachensekretariat ist eine zukunftsweisende zweijährige kaufmännische Berufsausbildung.

Sie ist auf die Anforderungen einer zunehmend global vernetzten Berufs- und Arbeitswelt abgestellt und qualifiziert für kaufmännische Assistenzfunktion auf Sachbearbeiterebene.

Das Abschlusszeugnis der zweijährigen Berufsfachschule in der Fachrichtung "Fremdsprachensekretariat" berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung:

"Staatlich geprüfte kaufmännische Assistentin für das Fremdsprachensekretariat"

oder

"Staatlich geprüfter kaufmännischer Assistent für das Fremdsprachensekretariat"

Organisationsform

Die Ausbildung gliedert sich in zwei Ausbildungsjahre und erfolgt im Vollzeitunterricht. Die Teilnehmer/innen müssen ein mindestens vierwöchiges Betriebspraktikum im In- bzw. Ausland absolvieren, welches überwiegend in der unterrichtsfreien Zeit stattfindet. Auslandspraktika während, aber auch nach der Ausbildung werden in der Regel mit EU-Mitteln bezuschusst.

Ausbildungsziele und -inhalte

Ziel der Ausbildung ist eine umfassende berufliche Handlungskompetenz. Diese wird in Lernfeldern, Lernsituationen und Lernarrangements umgesetzt. Neben dem Erwerb einer grundlegenden Fachkompetenz steht die Weiterentwicklung von methodischen, sozialen und persönlichen Kompetenzen im Mittelpunkt. Voraussetzung ist die konsequente Bereitschaft zur kontinuierlichen selbstständigen und eigenverantwortlichen Mitarbeit.

Ein wesentlicher Teil der Berufsausbildung findet in einer dem Deutschen Übungsfirmenring angeschlossenen Lernfirma bzw. einer Lernfirma statt. Hier werden Geschäftsprozesse unter Anwendung neuester Informations- und Kommunikationstechniken abgewickelt. Die Teilnahme an mindestens einer Messe sowie weiteren berufsbezogenen Projekten ist Ausbildungsbestandteil.

Im Fremdsprachenunterricht wird mit dem "Europäischen Portfolio der Sprachen" gearbeitet, das im Dezember 2004 anlässlich des ersten Sprachenportfoliotags an der Max-Eyth-Schule als Instrument des Fremdsprachenunterrichts eingeführt wurde. Dieses europaweit etablierte Instrument dient den Auszubildenden zur Dokumentation, Reflexion und  Weiterentwicklung ihrer Fremdsprachenkompetenzen. Mit Hilfe von Selbsteinschätzungsrastern erhalten die Lernenden die Möglichkeit, Stärken und Defizite im Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen der jeweiligen Fremdsprache selbst zu erkennen und gemeinsam mit den Lehrenden individuelle Zielabsprachen zu vereinbaren. Die Erfolge dieses Ansatzes zeigte der zweite Sprachenportfoliotag im Jahr darauf.

Hier einige Meilensteine der Ausbildung im Fremdsprachensekretariat:

Grafik: Ausbildungsinhalte



Stundentafel
Fächer Wochenstunden
1 Pflichtunterricht  
1.1 Allgemeiner Lernbereich 4
Deutsch, Politik, Religion/Ethik, Sport  
1.2 Berufsbezogener Lernbereich  
Englisch 5
Spanisch 5
Wirtschaft
(Wirtschaftslehre, Rechnungswesen, Wirtschaftsmathematik)
Informationsverarbeitung
(Text- und Datenverarbeitung)
Sekretariatstechnik
(Bürokommunikation, Sekretariatstechnik, Textformulierung)
19 (in diesen drei Fächern)
Der Unterricht im berufsbezogenen Lernbereich findet in Lernfeldern statt.  
2 Wahlunterricht  
2.1 Zur Erlangung der Allgemeinen Fachhochschulreife  
Mathematik 2
Biologie 1

Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen Prüfung in den Lernbereichen / Lernfeldern des berufsbezogenen Unterrichts sowie aus einer mündlichen Prüfung.

Finanzielle Förderung

Die Teilnehmer/innen bzw. Umschüler/nnen erhalten bei entsprechender individueller Voraussetzung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bzw. nach dem Arbeitsförderungsgesetz (AFG) eine Unterstützung. Die Ausbildungsmaßnahme ist von der Bundesagentur für Arbeit anerkannt.

Zugangsvoraussetzungen

Die Aufnahme in diese Schulform setzt einen Mittleren Abschluss voraus, der nachgewiesen werden kann durch:

  1. ein Versetzungszeugnis nach Jahrgangsstufe 11, einer öffentlichen oder staatlich anerkannten gymnasialen Oberstufe oder
  2. ein Zeugnis über den Mittleren Abschluss (Realschulabschluss)
  3. ein Abschlusszeugnis der zweijährigen Berufsfachschule oder
  4. ein Zeugnis der Fachschulreife oder
  5. ein als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.

In dem geforderten Bildungsabschluss müssen zwei der drei Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik mindestens befriedigende Leistungen aufweisen, wobei in keinem der genannten Fächer die Leistungen schlechter als ausreichend sein dürfen. Bewerberinnen und Bewerber, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, müssen sich einem Auswahlverfahren unterziehen.

Aufgenommen werden kann nur, wer bis zum 15. Februar das 21. Lebensjahr nicht vollendet hat. Ausnahmen sind im Einzelfall möglich.

Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Schulleiter

Berufsperspektiven

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Ausbildung aufgrund des hohen Sprachenanteils, der Vermittlung wesentlicher kaufmännischer Grundlagen sowie der Förderung von Informations- und Kommunikationskompetenzen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt bietet. Rückmeldungen von Firmen und ehemaligen Absolvent/innen  bestätigen, dass es sich hier um eine zukunftsweisende Berufsausbildung handelt.

Die Max-Eyth-Schule bietet den erfolgreichen Absolvent/innen bei Bedarf modulare Weiterbildungskurse an, um gezielt durch Lebens- und Laufbahnberatung die kaufmännischen Assistent/innen bei ihrer Karriereplanung zu unterstützen.

Darüber hinaus bieten sich für Interessierte vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten:

Hier einige Beispiele:

  • Europasekretär/in (ESA-geprüft),
  • Direktionsassistent/in international,
  • Geprüfte/r Personalreferent/in bSb.

Durch die Teilnahme am FH-Zusatzunterricht und nach Ablegen einer FH-Zusatzprüfung sowie einem einschlägigen Praktikum von einem halben Jahr kann die allgemeine Fachhochschulreife erworben werden. Diese berechtigt zu einem Studium an Fachhochschulen.

Anmeldung zur Berufsfachschule für das "Fremdsprachensekretariat"

Bewerberinnen und Bewerber beantragen die Aufnahme bis zum 15. Februar des jeweiligen Aufnahmejahres.

Dem Antrag sind beizufügen:

  1. Lebenslauf und Bildungsgang in tabellarischer Form,
  2. das letzte Schulzeugnis in beglaubigter Abschrift oder in beglaubigter Kopie.

Minderjährige Bewerberinnen und Bewerber müssen ihrem Antrag die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten beifügen.

Anmeldebogen ausdrucken

Ansprechpartner

StD WaltherSprechzeiten

Text: K.-H. Battenberg

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