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MGA kooperiert mit Fachschulen: Unser Projekt "Verpackungsmaschine"

Bekanntlich besteht eine unserer größten Herausforderungen daraus, neue Mitarbeiter für MGA zu finden. Deshalb sind wir ständig auf aktiver Suche nach geeigneten Ingenieuren und Technikern. Dazu wollen wir gezielt schon heute die Fachkräfte von morgen kennenlernen. Ein Weg dazu besteht darin, dass wir mit Bildungseinrichtungen zusammenarbeiten. Derzeit betreuen wir bundesweit sechs Projektarbeiten an Technikerfachschulen. Eines dieser Projekte möchten wir nachfolgend vorstellen.

von links: Jonas Weicker, Markus Kraußmüller und Julian Winter mit ihrem Projekt "Verpackungsmaschine"

Im Süden der hessischen Fachwerkstadt Alsfeld liegt die Max-Eyth-Schule, eine selbstständige berufliche Schule mit integrierter Fachschule und zugleich Europaschule. Das Institut pflegt enge Kooperationen zu Universitäten, weiteren Bildungseinrichtungen sowie zur Wirtschaft und orientiert sich mit starkem Praxisbezug nahe am Arbeitsmarkt.

Eine Zusammenarbeit mit der Max-Eyth-Schule erschien uns daher sehr sinnvoll. Da die Studierenden im Rahmen ihrer zweijährigen Fachschulausbildung zum Techniker eine aufwändige praktische Arbeit - bevorzugt mit einem Unternehmen als Partner - erstellen müssen, boten wir per Aushang am Infoboard verschiedene Projekte an.

Offensichtlich war das Angebot attraktiv genug, denn umgehend meldete sich ein Team von drei Studenten, die das selbst vorgeschlagene Projekt "Verpackungsmaschine" als Gruppenarbeit in Angriff nehmen wollten. Markus Kraußmüller (24 Jahre), Jonas Weicker (24) und Julian Winter (22) besitzen jeweils bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung samt erster Berufserfahrung und absolvieren eine zweijährige Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung "Mechatronik".
In diesem Projekt werden die typischen Aufgabenbereiche eines Technikers im Bereich Mechatronik abgedeckt: Planung, Konstruktion, Montage und Inbetriebnahme. Ziel war es, ein automatisiertes Modell einer Verpackungsmaschine zu realisieren, in der selbst gefertigte Werkstücke in vorgefaltete Kleinkartonagen verpackt werden.
Die drei Studierenden teilten sich die Aufgaben auf, wobei auch persönliche Prämissen berücksichtigt wurden. So wurde Herr Kraußmüller Verantwortlicher für Projektmanagement, Konstruktion Mechanik, Montage Mechanik/Elektrik und Inbetriebnahme (Hardware). Herr Weicker übernahm die Aufgaben der Projektleitung Organisation, Konstruktion Automatisierungstechnik, Montage Mechanik/Pneumatik sowie Inbetriebnahme (Software), Herr Winter die Konstruktion Elektrik, Montage Elektrik und Qualitätsmanagement. Alle Schritte wurden aufeinander abgestimmt und in einem Pflichtenheft genau dokumentiert.
Der Zeitaufwand belief sich auf etwa 160 Stunden pro Teammitglied. Zur Bewältigung erhielten die Studenten einen vorlesungsfreien Tag pro Woche.

Als besondere Herausforderung stellte sich die Auswahl der richtigen Verpackungskartons dar. Zur Problemlösung traf sich das Team mit Verantwortlichen eines lokalen Unternehmens für Verpackungslösungen. Dieses stellte die Kartonagen sogar unentgeltlich zur Verfügung. Eine weitere Herausforderung war das Einhalten des Budgets.

Idee und Finanzierung erfolgte also durch MGA, die Betreuung durch unseren Geschäftsführer Lorenz Arnold persönlich, der in der Regel alle vier bis sechs Wochen nach Alsfeld fuhr. Im Sinne einer effizienten Projektbetreuung verpflichtete er die Studenten zu einem engmaschigen Berichtswesen mit zweiwöchigem Fortschrittsbericht und aktualisiertem Terminplan per Email.

Uns interessiert natürlich, wie die Studenten Projekt und Zusammenarbeit bewerten. O-Ton der Gruppe: "Die Zusammenarbeit mit Herrn Arnold war hervorragend! Herr Arnold hat sich trotz seiner Tätigkeit als Geschäftsführer immer Zeit für uns genommen und unsere Fragen nach Möglichkeit immer zeitnah beantwortet. Man hat gemeinsam immer schnellstmöglich eine sehr gute Lösung finden können."
Anfangs war Lorenz Arnold skeptisch, was das Fördern und das Verschließen der Kartons anging. Auch die Positionier- und Wiederholgenauigkeit spielte für ihn immer eine große Rolle. Jedoch hatten die Studenten jederzeit das Gefühl, "dass Herr Arnold sehr viel daran liegt, dass unsere Projektarbeit am Ende erfolgreich ist."
Markus Kraußmüller lobt die Fachschule Mechatronik an der Max-Eyth-Schule Alsfeld: "Die Zusammenarbeit verlief positiv und nach unseren Vorstellungen. Gute Unterstützung durch die Fachlehrer. Das vermittelte Wissen konnten wir für unsere Projektarbeit nutzen. Die Abteilungsleiterin stellte uns notwendige Räumlichkeiten zur Verfügung."
Jonas Weicker zum Projekt als Ganzes: "Es war eine große, spannende Herausforderung für uns, jedoch haben wir diese gemeinsam bewältigt. Das 'Wir' hat zum Erfolg geführt."
Julian Winter zur Zusammenarbeit mit MGA: "Die Zusammenarbeit war sehr gut! Wir konnten sehr viel von Herrn Arnold mitnehmen für unsere weitere berufliche Zukunft."

Ihren Nachfolgern an der Technikerschule empfehlen die drei jungen Fachleute, so früh wie möglich mit der Projektarbeit zu beginnen, so akribisch und minutiös wie möglich zu planen und für Faktoren wie Zeit, Budget etc. einen gewissen Puffer einzuplanen.
Ob sich dieses Projekt konkret für uns gelohnt hat, wird sich dann zeigen, wenn der erste Absolvent der Max-Eyth-Schule als neuer Mitarbeiter bei MGA beginnt.

Manfred Spörl, Pressebeck
20.12.2018 / 7.1.2019

05.03.2019