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Guter Abschluss zweier prallgefüllter Jahre

12 Staatlich geprüfte Techniker im Fachbereich Mechatronik erhielten Zeugnisse und Zertifikate an der Max-Eyth-Schule

Über den Erfolg nach zwei „prallgefüllten Jahren“ freute sich Abteilungsleiterin Susanne Schäfer gemeinsam mit den Absolventen der Weiterbildung zum „Staatlich geprüften Techniker Fachrichtung Mechatronik“.

Schulleiter Friedhelm Walther betonte die Bedeutung des Abschlusses, der im Deutschen Qualifikationsrahmen dem Bachelorabschluss gleichgestellt ist.

Susanne Schäfer und Jörg Schilderoth verliehen Zeugnisse und Zertifikate.

Gemeinsam mit ihren Fachlehrern und der Schulleitung stellten sich die erfolgreichen Absolventen vor der Max-Eyth-Schule zum Gruppenfoto.


ALSFELD (pm). Fachkräfte sind gesucht in diesen Zeiten, nicht nur, aber gerade auch in der Vogelsberger Region. Zwölf frischgebackenen jungen Fachkräften konnte vor wenigen Tagen die Max-Eyth-Schule zum Bestehen ihrer Weiterbildung gratulieren und ihnen ihre Zeugnisse als „Staatlich geprüfte Techniker“ überreichen, die im deutschen Bildungsrahmen dem Abschluss eines Bachelors gleichgestellt sind. Abteilungsleiterin Susanne Schäfer und Schulleiter Friedhelm Walther würdigten diese Leistung im Rahmen einer kleinen Feierstunde gemeinsam mit Absolventen und Lehrkräften in der Cateria der Schule.
Zwei Jahre lang hatten sich die zwölf jungen Männer, die mit Berufsabschlüssen vorwiegend im Metall- und Elektrobereich sowie Mechatroniker in den Kurs starteten, an der Max-Eyth-Schule in der Fachrichtung Mechatronik weitergebildet. Zu den Lerninhalten zählten die Technologiefelder Mechanik, Elektronik, Elektrotechnik, Konstruktion, Automatisierung und Robotik sowie Informationstechnik und Qualitätsmanagement. Zertifikate über erfolgreich erworbene Kenntnisse in der Konstruktionssoftware Autodesk Inventor, in den Grundlagen der Software für Elektroprojektierung und Engineering EPLAN P8 sowie in der Arbeit mit der neuen Steuerungsgeneration SIMATIC S7 und der dafür erforderlichen Plattform TIA Portal belegen dieses Wissen.
Besonderes Augenmerk lag auf der Projektarbeit der Studierenden. Sehr vielfältige Projekte hätten gezeigt, wie Technik in der Praxis angewendet werde, führte die Studiendirektorin aus, und verwies hierbei auch auf die Kooperationen mit Wirtschaftsunternehmen der Region: Mit EngRoTec in Hünfeld unterhält die Max-Eyth-Schule eine Bildungskooperation, die Firma FFT in Mücke hatte der Schule nicht nur einen Kuka-Roboter zur Verfügung gestellt, sondern auch einem Studierenden einen Praktikumsplatz in der spanischen Niederlassung bereitgestellt. Ein weiterer Teilnehmer der Weiterbildung konnte ein Praktikum in England absolvieren. Gefördert wurden diese beiden Auslandsaufenthalte im Rahmen des EU-Programms Erasmus+, wie Schäfer unterstrich, belohnt wurde das Engagement der beiden Absolventen mit dem „Europass Mobilität“, der Lernaufenthalte im europäischen Ausland nachweist.
Neben dem Abschluss zum Staatlich geprüften Techniker – Schwerpunkt Mechatronik hatten die ehrgeizigen jungen Männer in den zwei Jahren ihrer Weiterbildung noch andere Möglichkeiten: Einige von ihnen haben sich im Rahmen eines TÜV-Lehrgangs zur Qualitätsfachkraft und zum Qualitätsberater weiterqualifiziert oder haben die Gelegenheit genutzt, durch das Ablegen einer FH-Mathematik-Zusatzprüfung die Fachhochschulreife zu erlangen. Hier würdigte die Abteilungsleiterin besonders die Leistung von Lukas Koerke, der diese Zusatzprüfung mit „Sehr gut“ abgeschlossen hat. Vielfach wurde auch der Ausbildereignungsschein abgelegt.
„Wir sehen, dies waren zwei prallgefüllte Jahre, um Ihren Abschluss mit sehr guten Ergebnissen und weiteren zusätzlichen Qualifikationen zu erhalten“, schloss Schäfer ihre Ansprache – nicht ohne auf die guten Erfolgsaussichten von Absolventen dieser Weiterbildung hinzuweisen: Sie alle seien den Herausforderungen der Zukunft – Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung der Arbeit, Automatisierung, Datenschutz und Informationssicherheit – gewachsen, zeigte sich Schäfer überzeugt. Dies werde auch daran sichtbar, dass alles Absolventen direkt in ein Arbeitsverhältnis starten werden. Die Abteilungsleiterin dankte auch der Schulleitung und dem Kollegium für das Engagement, das zum Erfolg der jungen Techniker geführt habe. Besonderer Dank ging an ihren Fachschulkoordinator Jörg Schilderoth.
Schulleiter Friedhelm Walther überbrachte seinerseits die Glückwünsche der Schulleitung. Mit dem hochwertigen Abschluss könnten sich die Absolventen jetzt international bewerben. „Er ist ein richtiges Gütesiegel.“ Seine eigenen Erfahrungen auf einem internationalen Markt bestätigten die Einschätzung, dass Mechatronik ein weltweit an Bedeutung gewinnendes Thema sei, führte Walther aus, von dem insbesondere die jungen, gutqualifizierten Fachkräfte jetzt profitieren würden. Mit Blick auf die der Verleihung der Zeugnisse beiwohnenden Partnerinnen und Familienmitglieder lobte er das hohe Engagement der Absolventen, die in dieser Zeit auch im Privatleben Abstriche gemacht hätten.
Nun jedoch zeigte sich, dass die Mühe sich gelohnt hat: Susanne Schäfer und Jörg Schilderoth gaben die Zeugnisse und Zertifikate an die Absolventen aus. Einige von ihnen werden gleich weiterlernen, wie Schäfer kundtat: Bereits im August startet an der Max-Eyth-Schule eine Weiterbildung zum Technischen Betriebswirt. Der auf ein Schuljahr angelegte Kurs findet freitagabends und samstags statt – derzeit seien noch Plätze frei.
Den Abschluss „Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Mechatronik“ haben erworben: Diehl, Sebastian; Fölsing, Christoph; Haase, Christoph; Kaletsch, chris Niklas; Koerke, Lukas; Merle, Paul Janis; Pitz, Tobias; Roßkopf, Tobias; Schindler, Lucian; Schwalm, Patrick Rene; Wagenhäuser, Ralf

21.06.2018