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Theorie trifft Praxis

Max-Eyth-Schule und Betriebe tauschten sich über die Ausbildung von Industriemechanikern, Elektronikern und Mechatronikern aus

Wer heute eine Ausbildung macht, der sollte Fachvokabular auch in Englisch beherrschen, denn in Zeiten von Industrie 4.0 muss man darauf vorbereitet sein, in internationalen Teams zu kommunizieren. Und wer viel im Außendienst arbeitet, der profitiert von rückenschonenden Übungen, die er mal im Sportunterricht in der Berufsschule gelernt hat.

Diese und weitere Unterrichtsinhalte aus den Allgemeinen Lernbereichen  waren das Hauptthema beim diesjährigen Treffen der Kooperationspartner in der Berufsausbildung,  an dem neben dem Netzwerkpartner Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. mehrere Ausbildungsbetriebe aus dem Vogelsbergkreis teilnahmen.

Die Lehrkräfte stellten Unterrichtsinhalte der allgemeinbildenden Fächer von Politik und Wirtschaft über Deutsch, Englisch und Religion bis zu Sport vor.  
Im Bereich Englisch werden Inhalte wie einfache Kommunikation, Begrifflichkeiten zu Tätigkeiten, Werkzeugen, Maschinen und Instandhaltung sowie zum Thema Industrie 4.0 vermittelt. Dabei wird auf die Kompetenzen Lesen, Hören, Sprechen und Schreiben auf den Niveaustufen A2 - B2 des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprache eingegangen. Mittelfristiges Ziel ist es die Zusatzqualifikation "KMK-Fremdsprachenzertifikat" anzubieten.

Dass ein Besuch des Amtsgerichtes Alsfeld, der Gedenkstätte Guxhagen Breitenau oder der  Gedenkstätte Point Alpha in Geisa den Berufsschülern die Geschichte des Rechtsstaates und der Demokratie in Deutschland näher bringt, stellten die Lehrer der Fächer Politik/ Wirtschaft, Deutsch und Religion dar. Sie begreifen ihren Unterricht als "Lebenserfahrung" und arbeiten bei Exkursionen und Thementagen fächerübergreifend  zusammen.  

Der Sportunterricht orientiert sich an berufsspezifische Belastungen, will Motivation für lebenslanges Sporttreiben schaffen und thematisiert, wie man die Gesundheit erhält und sich gesund ernährt.

Aber natürlich kommen Berufsschüler heute nicht mehr ohne moderne Technik aus, weshalb nach konstruktivem Austausch und weiteren Anregungen zu den allgemeinbildenden Fächern noch die Einsatzmöglichkeiten von iPads im Unterricht im Bereich Getriebetechnik demonstriert wurden. Wen all dies neugierig gemacht hat, der hat gute Chancen, für dieses Jahr noch einen Ausbildungsplatz zu ergattern, denn auch das wurde bei dem Treffen deutlich: Nachwuchs in den Bereichen Mechatronik, Industriemechanik und Elektronik wird dringend gesucht.

Abteilungsleiterin Susanne Schäfer kündigte an, dass es solch ein Treffen sicherlich auch im nächsten Jahr geben werde, um die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieben zu fördern.

14.03.2018