Aktuelles

„Europa in Bewegung – Max-Eyth-Schule aktiv!!“

Europa für die Schülerinnen und Schüler erlebbar zu machen – und diese fit für Europa zu machen, das ist das Ziel der vielfältigen Projekte der Max-Eyth-Europaschule in Alsfeld, die gerade in einer Ausstellung im Foyer der Schule dokumentiert werden.

von links nach rechts : Michael Koch (Europakoordinator), Friedhelm Walther (Schulleiter)

Schülerinnen und Schüler aus 34 Nationen treffen hier aufeinander, sie lernen Englisch oder Spanisch oder auch Deutsch als Fremdsprache, sie absolvieren diverse Auslandspraktika. Zum Beispiel in einer Maßschneiderei im norditalienischen Vicenza, setzen sich in Frankreich mit der deutsch-französischen Geschichte auseinander und plaudern bei Musik und Snacks in der interkulturellen „Pausenoase“ miteinander. „Heimat ist dort, wo ich mich geborgen und sicher fühle“, dieser Definition von Heimat konnten bei einer Spontanumfrage zur Eröffnung der Ausstellung mehr Schüler zustimmen als der Formulierung „Heimat ist dort, wo ich aufgewachsen bin.“
„Was ist Europa für dich?“ möchte der Qualitätszirkel Europa wissen und lädt in den Pausen zu einer Fotoaktion ein. Für Schulleiter Friedhelm Walther lautet die Antwort: „Bei Europa geht es doch nicht nur um die Wirtschaft, durch die Europäische Union können wir in Frieden leben. Das ist ein hohes Gut, das möchte ich unseren Schülern mit auf den Weg geben.“
In der Praxis heißt das, dass Berufsschüler auch mal in die Rolle von EU-Parlamentariern schlüpfen und nach allen demokratischen Regeln über das EU-Asylrecht diskutieren oder ein Interview mit der hessischen Staatsministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten Lucia Puttrich führen.
Einen Ehrenplatz nimmt in der Ausstellung ein unscheinbarer dunkelblauer Ordner, verziert mit den gelben Sternen der Europäischen Union, ein. „Darin sammeln die Schüler ihr persönliches europäisches Portfolio,“ so der Europaschulkoordinator Michael Koch. Das können Zertifikate, Zeugnisse und Bescheinigungen, die die Schüler für ihre berufliche Zukunft in Europa brauchen könnten sein. „ Als Europaschule legen wir im Unterricht  großen Wert auf europäische Standards, auf das europäische Curriculum und auf international anerkannte Abschlüsse und Qualifikationen“, so Koch. Der überzeugte Europäer unterrichtet Politik und Wirtschaft bilingual in Englisch und Deutsch und lebt vor, wieviel Spaß es macht, etwas gemeinsam mit Menschen aus anderen Ländern auf die Beine zu stellen.
Die Ausstellung dokumentiert eindrucksvoll, wie weltoffen und vielfältig die Max-Eyth-Schule ist. Das Motto „Europa in Bewegung“ wird hier wörtlich genommen: Gerade sind die Spanisch-Lehrerinnen Stefanie Ebert und Lisa Bajahr auf dem Weg nach Spanien, um einen weiteren Schüleraustausch in der Region bei Murcia anzubahnen.




11.05.2017