STiLMiX - Modenschau am 01.04.2004: "Ein anspruchsvolles Projekt"

Die Modenschau der Max-Eyth-Schule wächst wie der gute Ruf der ganzen Abteilung

Friedhelm Miebach, Elke Stumpf, Susi Fricke-
Nordmeyer und die Models 2004

Pressespiegel: Oberhessische Zeitung vom 02.04.2004

ALSFELD (aep). Am Anfang, als alles anfing, da marschierten noch ein paar schüchterne Mädchen die Treppe herunter, um schnell wieder zu verschwinden. Doch gestern, bei der fünften Auflage, da zeigte sich die jährliche Modenschau in der Max-Eyth-Schule in fast professioneller Aufmachung: mit Bühne, Spotlicht, Musik - und einer breiten modischen Palette selbst hergestellter Kleidung unter dem Titel "Stilmix". Eine Steigerung, die zugleich die Erfolgsgeschichte der ganzen Schneider-Abteilung widerspiegelt.

42 Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende an der Max-Eyth-Schule präsentierten in der Aula vor einhundert Mitschülern über mehr als eine Stunde die Ergebnisse der Arbeit eines ganzen Jahres - und dazu gehörten nicht nur die Kleider. Unter Leitung der Fachbereichsleiterin Susanne Fricke-Nordmeier und der Werkstattleiterin Elke Stumpf erarbeiteten die jungen Leute im Alter zwischen 16 und 24 Jahren die Schau von der ersten Idee an selbstständig in allen Einzelheiten. "Was hier gemacht wurde, ist Teamarbeit", stellte Schulleiter Friedhelm Miebach eingangs lobend fest.

Modenschau

Entsprechend eines anfangs festgehaltenen Zeitplans kümmerten die weit überwiegend weiblichen Teilnehmer sich sowohl um die Schneiderei als auch die Einbeziehung außenstehender Fächer und den Bau der Bühne, den das Holzfach der Berufsschule übernahm. Modelle in Stilen der Romantik über Biedermeier-Zeit und die Zwanziger bis zur Moderne wurden entworfen, kalkuliert und hergestellt. Ganze 1000 Euro kostete das Projekt am Ende - einschließlich einer Förderung von der EU für die "Europaschule". "Ohne die Förderung wäre das nicht möglich gewesen", stellte Miebach lobend fest. Ausschlaggebend sei aber das große Engagement der Beteiligten gewesen, von denen acht zur EIBE-Gruppe an der MES zählen, 26 als Auszubildende der Damen- und acht der Mode-Schneiderei mitwirkten.

Womit die Schule zugleich in diesem Bereich deutschlandweit einen guten Ruf erlangt habe. Vor Jahren noch, erklärte Miebach der OZ, habe der Kreis die Abteilung Schneiderei eigentlich schließen wollen, weil sich die Fortführung mangels Interesse nicht mehr lohne. "Da habe ich den Anstoß zu der Modenschau gegeben. Und das Ganze hat sich toll entwickelt. Das ist ein anspruchsvolles Projekt, bei dem auch Partner mit einbezogen wurden."

Mittlerweile habe er Anfragen von Interessenten aus ganz Deutschland: auch aus Berlin oder Hamburg, darunter auch Abiturienten, die von dieser praxisbezogenen Ausbildung profitieren wollen. Miebach: "Wenn man sieht, wie gut sich so etwas aus einem kleinen Anstoß entwickelt - da bin ich stolz drauf."

Modenschau

 

03.04.2004 18:10 Alter: 8 Jahr/e