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2003

Europawoche 2008 an der Max-Eyth-Schule

Breite Palette der europäischen Dimension in der beruflichen Bildung

Brücke nach Europa: Berufliche Bildung an der Europaschule

Wer in der Woche vom 05.05. bis zum 09.05.2008 an unsere Schule kam, merkte sofort: Hessen feiert die Europa-Woche. Im Foyer stellten über zwanzig Projekte ihre Ergebnisse dar, zeigten Erlebtes und Gelerntes.

Das ging von innovativen Ansätzen in der Berufsfachschule mit dem "Lernort Natur" über ein spezielles Teamtraining zur Stärkung der Sozialkompetenz, praxisorientierten Angeboten in der Molekulargenetik bis zu den zahlreichen Partnerschaften in ganz Europa. All diese Projekte verbindet, dass sie berufliche Bildung als ein Fitness-Training für den europäischen Arbeits- und Ausbildungsmarkt verstehen.

Die vielfältigen Angebote können finanziert werden, weil unsere Schule zum erlauchten Kreis der 31 hessischen Europa-Schulen gehört. Über den Tellerrand schauen, das ist das Motto. Manchmal ist sogar Europa zu klein: Seit geraumer Zeit pflegt unsere Schule eine Freundschaft mit einer Schule in Afrika, in Ghana.

Mit dem europäischen Einigungsprozess eröffnen sich neue Chancen für junge Menschen, sich beruflich zu orientieren. Das bedeutet aber auch neue Anforderungen an die berufliche Bildung. Mit einem Portfolio-Tag wurden Schüler mit dem europäischen Referenzrahmen für Fremdsprachenkompetenz vertraut gemacht. Damit können Sprachkenntnisse zum ersten Mal europaweit anerkannt bescheinigt werden. Das gilt nicht nur für Sprachen, die man in der Schule gelernt hat. Darüber hinaus erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, ihre Sprachkompetenzen selbst einzuschätzen, zu dokumentieren und gezielt zu verbessern. Unter dem Motto "Schüler/innen unterstützen Schüler/innen" wird die Stationsbetreuung von Mitgliedern des Über den Tellerrand geschaut: Präsentation europäischer Projekte im Foyer der MESEnglisch-Leistungskurses BG 13 durchgeführt.

Über den Tellerrand geschaut: Präsentation europäischer Projekte im Foyer der MES

"Warum können die so gut Spanisch?" Diese erstaunte Frage war in der Aula unserer Schule zu hören, als der Spanisch-Kurs des Beruflichen Gymnasiums mit seiner Lehrerin Stefanie Ebert zum "Dia de España", zum spanischen Tag geladen hatte. Selbstorganisiertes Lernen ist die Antwort. Die Schüler präsentierten Spanisches und Lateinamerikanisches, hatten ein Chili con carne gekocht, tanzten in original Flamencokostümen Rumba, Salsa und einen flotten Tango und brachten die tragische Geschichte von Don Quichote auf die Bühne – die Dialoge auf Spanisch und alles selbst geschrieben, versteht sich.

Eher nachdenklich ging die diesjährige Europa-Woche bei uns am 09.05.2008 zu Ende. An diesem Freitag stellten sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie die interessierte Öffentlichkeit die Frage, "warum die alten Männer schweigen" zum Thema NS-Verbrechen und ihre Aufarbeitung durch die deutsche Justiz. Mit dem Referenten Friedemann G. Bierig und ihrem Kursleiter Ralf Fei betrachteten Schüler des Beruflichen Gymnasiums den "Tatort Europa" und beschäftigten sich in einem Seminar mit der verdrängten Geschichte des Faschismus. Pressespiegel

Wer zur Max-Eyth-Schule geht, hat die europäische Dimension nicht nur während der Europa-Woche vor Augen. Bereits in der Woche vom 12.05.2008 werden Gäste aus Portugal, Italien und Dänemark erwartet. Für das Schuljahr 2008/09 sind über dreißig Europa-Projekte aus allen Schulformen beantragt.

Quelle: A. Zierk, M. Koch

13.05.2008